Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

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(Industriedenkmal, Museum, Naturpark mit ökologischem Naturlehrpfad und Café)

Die Elbinsel Kaltehofe entstand durch die Begradigung der Norderelbe und Schaffung der Billwerder Bucht zwischen 1875 und 1879. Eigentümer sind die Hamburger Wasserwerke, die die Filtrationsanlage, die auf Kaltehofe aus 22 Becken, den Schieberhäuschen, einem Betriebsgebäude und einem Pumpenhaus bestand, auf der Elbinsel seit 1893 für die Wasserversorgung nutzten. 1990 wurde das Wasserwerk Kaltehofe außer Betrieb genommen.

Rund 20 Jahre blieb die gesamte Elbinsel für die Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich. Nun ist ein attraktives Naherholungsgebiet inmitten Hamburgs entstanden, welches im steten Einklang mit der Natur, die Kulturgeschichte des Industriedenkmals aufgreift und auf moderne und atmosphärische Weise reflektiert.

Die Dauerausstellung über die Geschichte der Wasserkunst ist in der alten Villa und dem neuen Museum untergebracht. Mit eindrucksvollen Dokumenten der Zeitgeschichte wird die Vergangenheit von Kaltehofe, dem Hygienischen Institut und dem Wasserwerk aus Sicht der damaligen Arbeiter und Bewohner rekonstruiert.

Naturpark mit ökologischem Naturlehrpfad
Die Pflanzen- und Tierwelt auf Kaltehofe ist für den Hamburger Stadtraum einzigartig. In den vergangenen 20 Jahren hat sich auf der Elbinsel eine beachtliche Artenvielfalt entwickelt. Allein 44 Vogelarten leben zur Brutzeit auf Kaltehofe. Darüber hinaus dienen die Wasserbecken vielen Rastvögeln als vorübergehender Lebensraum. Auch wurde eine beeindruckend große Zahl von Lurchen registriert. Dass hier sieben Arten von Fledermäusen leben, ist für den Naturschutz besonders bedeutsam. Hinzu kommen rund 281 heimische Pflanzenarten.

Der ökologische Naturlehrpfad im Außengelände gehört zum innovativen Programm der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe. Er verbindet die verschiedenen, auf Kaltehofe entstandenen Biotope - wie Gehölz, Gewässer und Feuchtgebiete - und erklärt anhand neun einzelner Stationen, warum sie Tieren und Pflanzen einen ganz besonderen, zum Teil weltweit einzigartigen Lebensraum bieten.

Öffnungszeiten/ Café: Mo-So von 10.00 bis 18.00 Uhr


Verkehrsanbindung mit Bus und Bahn

S2, S21: Haltestelle Tiefstack oder Rothenburgsort, Fußweg 2 km
Buslinie 120, 124, 130: Haltestelle Zollvereinsstrasse oder Billhorner Deich, Fußweg ca. 1,5 km
Die Buslinien 120 und 124 auch ab Hamburg Hbf / ZOB. Fahrzeit vom Hbf ca. 10 Min. + Fußweg


Eintritt in die Ausstellung inkl. 1-stündiger Führung
Treffpunkt: 13 Uhr, Kaltehofe Hauptdeich 6-7