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Jahrgang 62, Nr. 09, Mai 2012
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iN KULTUR - Nr 009
Jahrgang 62, Ausgabe Nr.09, Mai 2012


Privattheatertage in Hamburg
Vom 1. bis 10. Juni zeigt der erste bundesweite Wettbewerb 12 herausragende deutschsprachige Produktionen.

Hamburg besitzt deutschlandweit die größte Anzahl von Privattheatern. Aber erst 2012 findet der erste bundesweite Wettbewerb der Privattheater in Hamburg statt. Dank des Engagements von Axel Schneider, Intendant der Hamburger Kammerspiele und des Altonaer Theaters, und der finanziellen Zusage des Bundes, der u.a. das Bundesjugendballett und das Reeperbahnfestival erfolgreich subventioniert, können die Privattheatertage stattfinden.

Nach der zweijährigen Ideenreife musste es nun schnell gehen: Aus allen gesichteten Bewerbungen werden binnen weniger Wochen 12 Produktionen deutschsprachiger Theater von einer neunköpfigen Jury in den Kategorien „(Moderne) Klassiker“, „(Zeitgenössisches) Drama“ und „Komödie“ nach Hamburg eingeladen und in unterschiedlichen Theatern zur Aufführung gebracht – Zu sehen sind u.a. als Auftakt das Junge Theater Göttingen mit „Gegen die Wand“, „Fettes Schwein“ von der Komödie am Kurfürstendamm, die bremer shakespeare company mit „Ein Sommernachtstraum“, „Orest Reloaded“ vom Lichthof Theater oder das Ballhaus Naunynstraße Berlin mit „Pauschalreise – 1. Generation“.

In der Zeit vom 1. bis 10. Juni, während die Privattheatertage stattfinden, besucht eine Prominenten-Jury alle gezeigten Stücke, um am Ende bei einer Abschlussgala für jede Kategorie den eigens dafür ausgelobten „Monica Bleibtreu-Preis“ zu vergeben. Neben dem kommerziell sehr erfolgreichen Theaterfestival, bei dem die Creme de la Creme der vornehmlich Staatstheater nach Hamburg geladen werden, sind die Privattheatertage eine wunderbare Chance, das vielfältige Theaterspektrum außerhalb Hamburgs zu erleben; dennoch: auch Hamburger Inszenierungen können auf dem Spielplan stehen! Das Festival soll darüber hinaus in Zukunft „neuen Input und Austausch innerhalb der Theaterszene ermöglichen“, erzählt Schneider. Mit der Initiierung soll eine zusätzliche Strahlkraft für Hamburg, aber auch für die Privattheater an sich, erzeugt werden. Es ist zu hoffen, dass durch Engagement der Organisatoren und durch Zuspruch der Besucher sich ein längst überfälliges Format in Hamburg entwickeln kann. Um das Format zu etablieren bleibt es zunächst in Hamburg, um danach in anderen Städten ausgerichtet werden zu können.

Alle Veranstaltungen der Privatttheatertage im Überblick