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Jahrgang 67, Ausgabe Nr.07, März 2017


Liebe Leserinnen, liebe Leser

eine beachtliche Anzahl Personalia gibt es aktuell aus der Hamburger Kultur zu vermelden, allen voran die Ernennung des neuen Kultursenators Carsten Brosda. Schon einige Zeit als Vertretung für Frau Kisseler aktiv, war seine Ernennung fast eine logische Folge, wenn es denn keine Frau sein sollte. Auch von den Kulturschaffenden selbst hat Herr Brosda viel Zustimmung erfahren, denn auch er glaubt wie seine hochgeschätzte Vorgängerin fest an die Wichtigkeit der Kultur und der Kulturschaffenden für die Gesellschaft. Gerade in der heutigen Zeit, die oft als unsicher empfunden wird, bieten Theater, Musik und Literatur uns allen vielfach Halt und Orientierung.
Erfreulich ist auch die Nachricht, die uns aus dem Deutschen SchauSpielHaus erreichte: Intendantin Karin Beier und ihr kaufmännischer Direktor Peter F. Raddatz haben beide ihren Vertrag bis zum Jahr 2021 verlängert. Ein sehr erfolgreiches Team bleibt am Ruder, und wir können uns auf weitere spannende Inszenierungen freuen.

Im April schließlich bekommt das Völkerkundemuseum mit Dr. Barbara Plankensteiner eine neue Leitung. Die renommierte Ethnologin möchte dafür sorgen, dass das Haus wieder mehr in das Interesse der Öffentlichkeit rückt, auch international, denn schließlich sei die Sammlung großartig, so die designierte Direktorin, und in Zeiten einer globalen Migration kommen einer solchen Einrichtung besondere Aufgaben zu. Ein Besuch lohnt jedenfalls schon jetzt – gerade läuft dort die interessante Sonderausstellung „EisZeiten – Die Menschen des Nordlichts“, nicht nur für Erwachsene, auch für Kinder und Jugendliche gleichermaßen spannend und lehrreich.

Eine sehr willkommene Neuigkeit für die Vielfalt der Kultur in Hamburg kommt aus der zuständigen Behörde: die Förderung für die Hamburger Privattheater wird in diesem Jahr um 21 Prozent erhöht – umgerechnet 1,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ab 2018 soll der Satz dann regelmäßig jährlich um 1,5 Prozent steigen. Davon profitieren dieses Mal gerade auch die ganz kleinen Häuser, erstmalig werden  Alma Hoppes Lustspielhaus und das Hoftheater Ottensen gefördert. Eine wirklich sehr positive Entwicklung.

Wie jedes Jahr um diese Zeit beginnen wieder unsere beliebten Touren „Hamburg neu erlebt“. Steigende Temperaturen und länger werdende Tage laden geradezu dazu ein,  vor die Haustür zu gehen. Die ersten beiden Termine am 11. und am 18. März führen uns zurück in die nationalsozialistische Vergangenheit: wir besuchen die Gedenkstätten der Konzentrationslager Fuhlsbüttel (am 11.03.) und Neuengamme (18.03.) Auf diesen beiden hochinteressanten Touren begleitet Sie gewohnt souverän Alexandra Bode. Interessantes bringt auch der zweite Teil der 7. Erneuerbaren Lesetage „Lesen ohne Atomstrom“ vom 10. bis 13. März. Schauen Sie mal unter www.lesen-ohne-atomstrom.de.

Zu guter Letzt möchten wir auf die neue Ausstellung im Haus der Volksbühne hinweisen: Freuen Sie sich auf „Poesie in Farben“ der Künstlerin Cornelia Gentzsch. Die reiche Farb- und Formensprache der Gemälde bietet die Möglichkeit zu einer ganz eigenen Interpretation. Nehmen Sie sich gern ein wenig Zeit dafür – am Abend der Vernissage in Anwesenheit der Künstlerin oder später zu unseren gewohnten Öffnungszeiten. Zur Eröffnung in unseren Räumen am Graumannsweg am 23. März ab 19 Uhr sind Sie alle herzlich eingeladen. Kommen Sie vorbei!
Herzlichst Ihr

Bernd Rickert
Vorsitzender des Vorstandes