Christoph Marthaler erhält Ibsen-Preis

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Auszeichnung für den in Hamburg lebenden Regisseur

Das internationale Komitee des „International Ibsen Awards“ hat heute bekannt gegeben, dieses Jahr den in Hamburg lebenden Regisseur Christoph Marthaler (geboren 1951) mit dem mit rund 260.000 Euro dotierten Ibsen–Preis auszuzeichnen. Marthaler wird für sein herausragendes dramaturgisches Werk geehrt, das er unter anderem in zahlreichen Inszenierungen insbesondere am Deutschen Schauspielhaus und der Hamburgischen Staatsoper unter Beweis gestellt hat. 
 
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Dass Christoph Marthaler den renommierten und hoch dotierten Internationalen Ibsen-Preis erhält, freut mich besonders. Mit ‚Der Entertainer‘, ‚Die Wehleider‘ und ‚Übermann oder die Liebe kommt zu Besuch‘, das jüngst seine Premiere im Deutschen Schauspielhaus feierte, hat er dem Schauspiel in Hamburg wunderbare Inszenierungen beschert, und die sensationelle ‚Lulu‘ an der Hamburgischen Staatsoper ist letztes Jahr bereits völlig zu Recht in der Kritikerumfrage der Opernwelt als ‚Aufführung des Jahres‘ prämiert worden. Wir freuen uns über diese Anerkennung der Kunst Christoph Marthalers, die gleichzeitig eine großartige Bestätigung für das künstlerische Programm der Hamburger Bühnen ist, und hoffen auf viele weitere, musikalisch berührende Produktionen von Christoph Marthaler.“
 
Über den Preis
Der norwegische Staat stiftete den Internationalen Ibsen-Preis im Jahr 2007. Der Preisträger erhält 2,5 Millionen Kronen (umgerechnet rund 260.000 Euro) und wird aus einem vom norwegischen Kulturministerium eingesetzten Gremium, bestehend aus sieben Mitgliedern aus dem Theaterfach, ausgewählt. Der Preis wird alle zwei Jahre am Geburtstag Henrik Ibsens, dem 20. März, verliehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Internationalen Ibsenfestivals statt, das im September im Osloer Nationaltheater abgehalten wird.
 
Den Preis haben bereits erhalten:
2008                Peter Brook, britischer Regisseur
2009                Ariane Mnouchkine, französischer Regisseurin
2010                Jan Fosse, norwegischer Autor
2012                Heiner Goebbels, deutscher Komponist und Regisseur
2014                Peter Handke, österreichischer Autor
2016                Forced Entertainment, britische Künstlergruppe
 
Weiter Informationen unter www.internationalibsenaward.com


Pressemeldung der Behörde für Kultur und Medien/ 20. März 2018