Hamburger Fernsehturm soll wieder eröffnet werden

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Bund, Stadt und Eigentümer schließen Vereinbarung

Deutsche Funkturm GmbH, Bund und Stadt vereinbaren konkrete Kosten- und Aufgabenteilung bei der Sanierung des bedeutenden Denkmals

In einem Letter of Intent haben sich die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Hamburger Senat auf die konkrete Kosten- und Aufgabenteilung bei der baulichen Ertüchtigung der öffentlich zugänglichen Bereiche des Hamburger Fernsehturms verständigt. Die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung des Heinrich-Hertz-Turms für Besucher gehen damit in die nächste Phase.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit der Sanierung und Wiedereröffnung des Fernsehturms wird dieses beeindruckende Denkmal der Technik- und Architekturgeschichte endlich wieder seiner ursprünglichen Doppelfunktion als Fernmelde- und Aussichtsturm im Herzen der Stadt gerecht. Hamburg wird so wieder um eine Attraktion reicher.“

Bruno Jacobfeuerborn, CEO Deutsche Funkturm GmbH: „Mit der Vereinbarung sind wir der Revitalisierung des Fernsehturms einen großen Schritt näher gekommen. Parallel zur Bauplanung werden wir nun einen geeigneten Betreiber auswählen und freuen uns auf kreative, wirtschaftlich tragfähige Konzepte.“

Mit Abschluss der Vereinbarung wird die Grundlage für das weitere Verfahren und die Arbeitsteilung bei dieser großen gemeinsamen Denkmalschutzmaßnahme von Bund und Land Hamburg gelegt. Seit 2001 ist der Turm für Besucher nicht mehr zugänglich. Nun sollen beide Plattformen saniert und wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Hierzu sind auch umfangreiche Arbeiten am Turmschaft und an der Aufzugstechnik des „Telemichels“ erforderlich. Außerdem ist die Errichtung eines Eingangsgebäudes am Fuß des Turms vorgesehen.

Grundlage für die aktuellen Verhandlungen waren die im Bundeshaushalt vorgesehenen Mittel von insgesamt rund 18,5 Millionen Euro für das Projekt. Die Freie und Hansestadt hatte im Gegenzug signalisiert, Kosten in gleicher Höhe für die erforderlichen Arbeiten bereitzustellen. Diese Vereinbarung wurde nun schriftlich bestätigt und präzisiert sowie wichtige Einzelfragen verhandelt. Vorbehaltlich einer Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft finanzieren Bund und Stadt in der jeweils genannten Höhe die baulichen Maßnahmen am Turm. Kosten, die über diese im Rahmen einer Machbarkeitsprüfung ermittelte Summe hinausgehen, trägt die DFMG.

Im Rahmen der Vereinbarung verpflichtet sich die DFMG zudem, den Turm mindestens 20 Jahre offen zu halten. Ein geeigneter Betreiber für die öffentlichen Bereiche wird durch die DFMG im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens ermittelt. An den anfallenden Betriebskosten werden Bund und Stadt sich nicht beteiligen. Als nächstes beginnt nun die konkrete Bauplanung, auf deren Grundlage die DFMG danach entsprechende Zuwendungsanträge bei Bund und Stadt stellen kann.

Wenn belastbare Kostenschätzungen vorliegen, wird der Senat der Hamburgischen Bürgerschaft einen konkreten Finanzierungsvorschlag unterbreiten. Spätestens dann wird auch ein belastbarer Zeitplan bis zur Eröffnung der öffentlich zugänglichen Bereiche dieses national bedeutenden Denkmals vorliegen.

Pressemeldung der Kulturbehörde vom 14.11.2017