Gilla Cremer

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Ehrung mit einer Gala zu ihrem 30. Bühnenjubiläum in den Kammerspielen

Seit 30 Jahren begeistert Gilla Cremer mit ihren selbst geschriebenen Solo-Stücken, der „Theater Unikate“, ihr Publikum im In- und Ausland. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „Halbzeit – 30 Jahre Theater Unikate – Gilla Cremer“ erhielt sie gestern Abend als Überraschung von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille. Der Abend war zugleich Auftakt einer Jubiläumstournee, bei der Cremer bis Jahresende mit elf ihrer Eigenproduktionen in den Kammerspielen zu sehen ist.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Gilla Cremer schärft mit ihren beeindruckenden Produktionen den Blick für menschliche Schicksale und begeistert ihre Zuschauer durch ihre Präsenz und ihr intensives Spiel. Sie fasziniert ihr Publikum immer, egal ob sie realen Biographien nachspürt oder fiktive Biographien auf der Bühne Leben einhaucht. Gilla Cremer gelingt es vor allem mit ihren Solo-Produktionen, auch auf großen Bühnen eine intime Atmosphäre zu erzeugen. Mit ihren zahlreichen Gastspielen im In- und Ausland ist sie zudem eine großartige Botschafterin der Kulturstadt Hamburg – und das seit nunmehr 30 Jahren. Es freut mich daher besonders, Gilla Cremer anlässlich ihres Jubiläums mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille auszuzeichnen.“

Gilla Cremer wurde 1956 in Königswinter am Rhein geboren. Sie lebt und arbeitet in Hamburg. In ihren Produktionen beleuchtet Gilla Cremer meist menschliche Schicksale, beispielsweise auf der Grundlage von Biographien von Hildegard Knef oder Lale Andersen, sie nähert sich aber auch Figuren wie Ilse Koch, der „Kommandeuse von Buchenwald“. Dabei gelingt es ihr, auch überraschende Facetten dieser Personen in ihrem meist zurückgenommenen Spiel zu zeigen. Ihre letzten beiden Produktionen („Die Dinge meiner Eltern“ und „Freundschaft“) sind sehr persönlich und sehr eindringlich und empfindsam beobachtet und gespielt. 2008 wurde Cremer bereits mit dem Rolf Mares-Sonderpreis und 2015 mit dem Inthega-Sonderpreis ausgezeichnet.

Die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille wurde 1978 vom Hamburger Senat im Gedenken an den ehemaligen Kultursenator Hans-Harder Biermann-Ratjen (1901 bis 1969) gestiftet. Mit der Medaille werden Personen oder Gruppen geehrt, die verdienstvolle kulturelle Leistungen für die Stadt Hamburg erbracht haben sowie Institutionen, die die kulturelle Prägung der Stadt in besonderer Form repräsentieren.

Pressemeldung der Behörde für Kultur und Medien/ 24. März 2018


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