Magazin Nr. 04, Dezember 2019

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Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

unser aufregendes Jubiläumsjahr geht nun zu Ende. Zum Abschluss gibt es noch einmal etwas zu gewinnen – sehen Sie schnell nach auf Seite 5. Neues aus den Hamburger Kammerspielen: Der Logensaal soll in Zukunft intensiver genutzt werden. Hier entstehen bereits seit 2017 ganz besondere Theaterabende in kleinem Rahmen und lockerer Atmosphäre. Neben musikalischen Veranstaltungen ist nun auch ein literarisches Programm in Planung. Aber vor allem wird hier mehr Theater gespielt werden. Großartige Kritiken erhielt kürzlich die Aufführung von Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen.“ Sewan Latchinian, der neue Künstlerische Leiter der Kammerspiele, führte Regie und stand selbst auf der Bühne – großartig! Also, behalten Sie den Logensaal als Spielstätte in Zukunft unbedingt im Blick.

 

Genauso interessant finde ich das Programm der Lessingtage im Thalia Theater, die zum 11. Mal stattfinden. Das internationale Festival setzt jedes Jahr einen programmatischen Schwerpunkt, der dicht am aktuellen Zeitgeschehen liegt. Nicht unbedingt leichte Kost, aber der Erfolg des Festivals macht deutlich: Für gesellschaftskritisches Theater gibt es Bedarf. Und es gehört ja neben der Unterhaltung zu den wesentlichen Aufgaben des Theaters, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Beachten Sie zu den Lessingtagen bitte Seite 7.

 

Ohnehin können wir uns über große künstlerische Leistungen auf Hamburger Bühnen freuen: Am 9. November wurde in Kassel der
Deutsche Theaterpreis Der Faust vergeben – und zwei der Auszeichnungen gingen nach Hamburg! In der Kategorie Schauspielregie erhielt
Helge Schmidt den Preis für die Inszenierung „Cum-Ex-Papers“ am Lichthof Theater. Der sogenannte Perspektivpreis ging an „explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum“, das K3 Tanzplan Hamburg in Kooperation gestaltet. Hier wird das junge Publikum angesprochen, sollen Hemmschwellen abgebaut werden, was ich persönlich für sehr wichtig halte. Wir brauchen ja nicht nur auf den Bühnen Nachwuchs, sondern
auch im Theatersaal. Und auch unser Ehrenmitglied Nicole Heesters wurde mit einem weiteren Preis geehrt. Sie erhielt in Karlsruhe den Deutschen Hörspielpreis der ARD.
 

Noch eine gute Nachricht für alle Liebhaber des anspruchsvollen Films: Das kleine Kino „3001“ im Schanzenhof ist gerettet. Nachdem das
ganze Areal 2013 verkauft wurde, begannen Verhandlungen über den Verbleib der Mieter. Klar war, dass ein Programmkino keine hohen
Mieten zahlen kann. Nun gibt es eine Lösung: Die Kreativ Gesellschaft der Stadt Hamburg mietet die Räume und vermietet sie dann günstig
weiter an den Kinobetreiber. Geht doch, möchte ich da sagen, und Ihnen auch die anderen Hamburger Programmkinos ans Herz legen: das Abaton im Uni-Viertel, Alabama auf Kampnagel, das Magazin in Winterhude, das Metropolis neben der Staatsoper, um nur einige zu nennen.
Die Programmkinos mit ihrem tollen Filmprogramm sind über die ganze Stadt verteilt – vielleicht bietet sich gerade die „dunkle“ Jahreszeit an,
um mal auf Kino-Entdeckungstour zu gehen? Es lohnt sich!

 

Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
von inkultur ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes und friedliches Jahr 2020!

 

Herzlichst Ihr
Bernd Rickert
Vorsitzender des Vorstandes