Magazin Nr. 03, November 2018

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nun ist’s gar nicht mehr lang bis zum Weihnachtsfest. Wer sich schon mal langsam in Advents-Stimmung bringen möchte, dem empfehlen wir unsere weihnachtlichen Konzerte in der Laeiszhalle und den Kirchen. Besonders schön ist in diesem Jahr das Programm von  Clemens von Ramins Weihnachtslesung mit Musik: am 8. Dezember als Matinee um 11 Uhr im Kleinen Saal der Laeiszhalle.

Das kleine Lichthof Theater in Hamburg-Bahrenfeld wurde gerade mit dem „Barbara Kisseler Theaterpreis“ ausgezeichnet, den die Hermann Reemtsma Stiftung 2017 ins Leben gerufen hat. Dazu gratulieren wir herzlich. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und bietet dieser kleinen, aber wichtigen Spielstätte der freien Theaterszene die Möglichkeit, weiterhin so engagiert zu experimentieren und neue Blickwinkel zu eröffnen – auf das Theater selbst und auf die Gesellschaft. Mit viel größerem Aufwand, aber genauso bereit, überkommene Sichtweisen zu hinterfragen, erleben wir das im Thalia Theater. Gerade die zeitgenössischen Stücke wie „Fountainhead“ und „Frankenstein – Homo Deus“ setzen sich kritisch mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinander.

An dieser Stelle möchte ich Sie einmal auf unsere viel zu wenig bekannten, preisgünstigen Jugend-Abos für Leute unter 26 und die Jugend-Begleit-Abos hinweisen, für Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel. Diese Programme bieten eine spannende Mischung von Aufführungen, die besonders junge Leute ansprechen. Neben der Förderung des künstlerischen Nachwuchses liegt uns auch die nächste Generation der Theaterbesucher sehr am Herzen.

Im November bieten wir im Haus der Volksbühne wieder zwei Künstlerinnen die Möglichkeit, ihr Werk zu präsentieren, freuen Sie sich auf Silke Lohse und Verena Lüthje. Am 22. November um 19 Uhr eröffnen wir unsere neue Ausstellung mit einer Vernissage, zu der Sie herzlich eingeladen sind.

Neuigkeiten kommen aus der Museumsszene: Das Hamburger Völkerkundemuseum hat – wie andere Museen in Deutschland – die aktuelle Debatte um politische Korrektheit zum Anlass genommen, seinen Namen zu ändern. Es heißt jetzt „Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt“, als Abkürzung: „MARKK“. In unserer Zeit des Nachkolonialismus versucht die neue Museumsleitung die umfangreichen Sammlungen zu sichten, neu zu präsentieren und Besuchern den Reichtum und die Vielfalt fremder Kulturen wertschätzend vor Augen zu führen. Dabei fehlt auch nicht der kritische Blick auf die Kolonialzeit, und manches für seine ursprünglichen Nutzer „heiliges“ Exponat muss sogar zurückgeführt werden. So wie die Völkerschauen seinerzeit bei Hagenbeck lange überholt sind, bedarf es auch bei Exponaten aus fremden Kulturen einer neuen Sichtweise. Über die aktuelle Ausstellung und Neuausrichtung werden wir demnächst hier im Magazin berichten.
Absolut empfehlenswert für die ganze Familie ist übrigens der wunderbare „Markt der Kulturen und Künste“ (ehemals „Markt der Völker“), der vom 14. bis zum 17. November im MARKK stattfindet.

Herzlichst Ihr
Bernd Rickert
Vorsitzender des Vorstandes