Magazin Nr. 02, Oktober 2019

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Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

wenn die Blätter sich unaufhaltsam verfärben und die Bäume ihr Laub abwerfen, wird spätestens klar: der Herbst ist da – und der Winter folgt mit großen Schritten. Das ist die Zeit, wo es wieder richtig Spaß macht, im Theater, Oper oder Konzert zu sitzen! Und die neue Theatersaison hat schon volle Fahrt aufgenommen. Der Ticketshop ist angereichert mit allen Terminen bis Jahresende – inklusive erster Veranstaltungen rund um Weihnachten und Silvester.

Unser Jubiläumsjahr neigt sich langsam dem Ende zu. Die Festivitäten hatten ihren Höhepunkt in der Festwoche im März, aber jetzt im Oktober wollen wir noch einmal auf zwei Grundanliegen unseres Vereins im Sinne unserer Mitglieder aufmerksam machen: die Würdigung von Leistungen auf Hamburger Bühnen, was durch unsere Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Nicole Heesters geschieht, und die Kulturförderung, wobei es insbesondere um die ideelle und finanzielle Stützung kleinerer Projekte und Initiativen aus Hamburgs kreativer Kulturszene geht. Hier wird die Volksbühne drei Jahre lang gemäß ihrem Leitspruch „Kultur für alle“ ein Projekt der BürgerStiftung Hamburg fördern. Die BürgerStiftung unterstützt schwerpunktmäßig die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligtem Umfeld. In diesem Sinne begleitet sie seit Jahren u. a. kulturelle Bildungsprojekte. Auf eine solche Förderung sind zahlreiche Kooperationen zwischen Hamburger Schulen und Theatern angewiesen, so auch das besondere Projekt im Stadtteil St. Pauli. Gern wollen wir mithelfen, dass die seit zehn Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Stadtteilschule am Hafen (Standort St. Pauli) und dem St. Pauli Theater weitergehen kann. Über die Aufführungen im Frühjahr werden wir Sie rechtzeitig informieren.

In diesem Sinne ist auch die Behörde für Kultur und Medien aktiv. So vergibt sie bereits zum achten Mal mit dem Elbkulturfonds Fördergelder für Projekte freischaffender Künstlerinnen und Künstler in Hamburg. Die Fördermittel in Höhe von insgesamt 500.000 Euro stammen aus der Hamburger Kultur- und Tourismustaxe, wovon im kommenden Jahr sieben Projekte der Freien Szene gefördert werden, die sich auf unterschiedlichste Weise mit drängenden gesellschaftlichen Fragen befassen – von der kolonialen Vergangenheit Hamburgs bis zum deutschen Rap.

Das interkulturelle Festival „eigenarten“ feiert in diesem Jahr sein 20. Jubiläum und wird gleichzeitig zum letzten Mal stattfinden. Nach zwei Jahrzehnten erfolgreicher Arbeit hat das Leitungsteam sich dazu entschlossen, die Leitung des Festivals abzugeben. Das „eigenarten“ hat Hamburgs interkulturelle Szene nachhaltig geprägt und viele Wege für nachfolgende Kooperationen und künstlerische Prozesse geebnet. Ab 2020 übernimmt das junge Kollektiv „Studio Marshmallow“ zunächst für drei Jahre die Leitung eines „neuen“ interkulturellen Festivals. Unter dem Titel „96 Stunden Kunst. Diskurs. Diversität.“ will das Kollektiv neue Perspektiven in Hamburgs interkulturelle Szene bringen und unterschiedliche Orte der Stadt mit einem vielfältigen und diversen Programm bespielen.

Und nun viel Vergnügen beim Lesen des Magazins und unterhaltsame Stunden in Hamburgs Theatersälen.

Herzlichst Ihr
Bernd Rickert
Vorsitzender des Vorstandes