Die aktuellen Neuproduktionen der Privat- und Staatstheater

Coolhaze - Studio Braun © Dorle Bahlburg
Coolhaze - Studio Braun © Dorle Bahlburg

Die Premieren im Dezember:

 

DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS

COOLHAZE

Im 16. Jahrhundert geht der Pferdehändler Michael Kohlhaas auf einen grausamen Rachefeldzug, weil zwei seiner Tiere unrechtmäßig beschlagnahmt wurden. Heinrich von Kleist verarbeitete die Geschichte, die teilweise auf Tatsachen beruht, 1810 zu einer Novelle. Nun macht Studio Braun (Heinz Strunk,
Rocko Schamoni und Jacques Palminger) aus Kohlhaas „Coolhaze“, aus den Pferden Motorräder
und aus der Theaterbühne des Schauspielhauses ein Filmset. Hier plant der größenwahnsinnige Regisseur Florian von Richthofen ein Action-Musical mit erotischen Horrorszenen, ein brisantes Fantasie- und Avantgarde-Abenteuer zugleich, im Stil großer Film-Soundtracks begleitet von einer
Jazz-Bigband.

Der despotische Regisseur tyrannisiert seinen Star und sein Team, um es zu Höchstleistungen zu treiben. In der nach New York verlegten Handlung will Gebrauchtwagenhändler Coolhaze zwei Bikes nach New Jersey überführen. Diese werden jedoch von einem korrupten Polizisten konfisziert. Coolhaze rastet aus, der Regisseur auch. Die Lage am Set spitzt sich dramatisch zu...

 

DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS

QUAI WEST

In New York entdeckte der französische Autor und Regisseur Bernard-Marie Koltès (1948 – 1989) einmal „einen extrem seltsamen Ort – wo die normale Ordnung nicht existiert“: Ein stillgelegtes Dock in einem heruntergekommenen Hafenviertel, das Unterschlupf für die Underdogs der Gesellschaft bot. Dieses Szenario übertrug er 1986 in sein Stück „Quai West“, eine böse Abrechnung mit dem Kapitalismus, die bis heute realistisch und politisch aktuell wirkt.
Der Banker Maurice Koch hat Millionen veruntreut und will seinem Leben ein Ende setzen. Von seiner Sekretärin lässt er sich zum Hafen
fahren. Doch der Selbstmordversuch misslingt, und ein obdachloser Schwarzer bringt ihn in eine verfallene Lagerhalle, in der sich lauter entwurzelte Gestalten versammelt haben. Maurice will nur weg und versucht, sich freizukaufen. Darin sieht der junge Einwanderer Charles
seine Chance für ein besseres Leben. Alle sind letztendlich nur damit beschäftigt, zu dealen, zu tauschen und Geschäfte zu machen. Michael Thalheimer inszeniert das düster-geheimnisvolle, ebenso harte wie poetische Drama im Schauspielhaus.

 

Karten für die Neuproduktionen finden Sie im Ticketshop

 

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