Die aktuellen Neuproduktionen der Privat- und Staatstheater

Das Bundesjugendballett © Kiran West
Das Bundesjugendballett © Kiran West

Die Premieren Juni bis August:

 

ERNST DEUTSCH THEATER
BUNDESJUGENDBALLETT:
DIE UNSICHTBAREN

In den „goldenen Zwanzigern“, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, brach sich die aufgestaute Lebenslust der Menschen Bahn in einem großen Bedürfnis nach Unterhaltung und Entspannung. Es war die Zeit
des Charleston und Jazz, des Films, der kabarettistischen Couplets und der Burlesque. Das klassische
Ballett wurde durch den modernen Ausdruckstanz auf Touren gebracht. Doch viele Künstler wurden bald darauf Opfer der Nazis. An die Choreografinnen und Choreografen, an die Tänzer und Tänzerinnen,
deren schlimme Schicksale weitgehend im Dunkeln blieben, erinnert John Neumeier mit dem Bundesjugendballett.
Die Uraufführung im Ernst Deutsch Theater steht unter dem Motto „Die Unsichtbaren“. Stücke von damals werden rekonstruiert und ergänzt mit
Texten, Gesang, Musik und Tanz, die das Lebensgefühl widerspiegeln. Von Neumeier stammt nicht nur das Konzept, er führte auch Regie
(Co-Regie: Kevin Haigen). 2011 hatte der Ballettdirektor der Staatsoper das Bundesjugendballett gegründet, um jungen Talenten die Möglichkeit zum Auftritt zu bieten. Das Ensemble besteht aus acht internationalen Tänzerinnen und Tänzern.

 

KOMÖDIE WINTERHUDER FÄHRHAUS
DIE KEHRSEITE DER MEDAILLE

Da plaudert man höflich und macht freundlich Konversation. Aber was wäre, wenn man wüsste, was der andere gerade denkt? Eine solche
Situation hat sich der französische Erfolgsautor Florian Zeller ausgedacht – ein genialer Coup für eine Komödie voller Esprit und mit einem
Hauch von Schadenfreude.
Daniel hat seinen Freund Patrick zum Essen nach Hause eingeladen. Dumm nur, dass der gerade seine Frau, beste Freundin von Daniels
Frau Isabelle, verlassen hat und nun mit Emma, seiner Neuen, auftaucht. Da gibt es reichlich emotional-explosiven Sprengstoff , der
unterschwellig hinter der Fassade lauert. Zumal Daniel den Reizen der kessen Emma nicht abgbeneigt ist. Was da an nicht Gesagtem brodelt, macht Zeller zur (Schaden-)Freude des Publikums durch einen alten Theatertrick hörbar: Er lässt die Protagonisten „beiseite sprechen“ und stellt mit der „Kehrseite der Medaille“ die ganze Verlogenheit bloß. Zwei TV-bekannte Schauspieler sind in der Komödie Winterhude dabei: Pascal Breuer  hat die doppelbödige Satire inszeniert, Timothy Peach spielt den Daniel.

 

IMPERIAL THEATER
DRACULA

Im Imperial Theater wird’s gruselig: Nach den mörderischen Edgar Wallace-Krimis wird im August die Bühne frei für „Dracula“, den
berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte. Als Bram Stoker seinen Schauerroman 1897 veröff entlichte, entsprachen Geistergeschichten
mit alten Schlössern, Ahnenfluch und übernatürlichen Erscheinungen ganz den romantischen Vorstellungen des Viktorianischen Zeitalters.
Graf Dracula aus Transsylvanien ist bis heute der Inbegriff aller Untoten.
Vampiren macht man bekanntermaßen nur mit einem Pfahl durchs Herz den endgültigen Garaus. Doch in zahlreichen Filmen, Fernsehserien
und im Musical wurde der klassische Blutsauger immer wieder zum Leben erweckt. Erzählt wird die Geschichte der jungen Mina, die ihre
Freundin Lucy auf dem Landsitz ihres Verlobten besucht. Es stellt sich heraus, dass Lucy an einer mysteriösen Krankheit leidet, für die kein
Arzt eine Erklärung findet. Erst der holländische Spezialist van Helsing vermutet als Ursache einen Vampirbiss, als er zwei winzige Einstiche
in ihrem Hals entdeckt. Die Spur führt zu Dracula...

 

KOMÖDIE WINTERHUDER FÄHRHAUS
HELGA HILFT

Sie will ja nur helfen – und macht dadurch alles noch viel schlimmer. So ist Tante Helga. Das Unglück fällt über die Patchwork-Familie Wethmeyer
herein, als sie sich zum Fest (Ostern oder Weihnachten? Egal.) versammelt hat. An solchen Feiertagen ist Krach in der Familie ohnehin schon vorhersehbar. Helga, selbsternannte „Miss Marple von Fallingbostel“, will geradezu fanatisch jedes Geheimnis lüften – allerdings ohne es selbst
mit der Wahrheit ganz genau zu nehmen. Dabei verstrickt sie sich mit ihren gut gemeinten Ratschlägen unweigerlich und urkomisch im eigenen Lügengeflecht.
Die Komödie „Helga hilft“ stammt von Erfolgsautor René Heinersdorff („Komplexe Väter“, „Aufguss“), der auch selbst Regie führte und die Titelrolle
Claudia Rieschel sozusagen auf den Leib schrieb. Kritiker-Fazit nach der Uraufführung im vergangen Jahr in Köln: Ein flottes Spiel um Wahrheit
und Lüge.

 

Karten für die Neuproduktionen finden Sie im Ticketshop

 

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