Regisseur Felix Löwy © Dennis Mundkowski
Regisseur Felix Löwy © Dennis Mundkowski

First Stage Theater                                                            The Prom

Erfolgreich am Broadway und im Film – jetzt kommt das Musical in Hamburg auf die Bühne
des First Stage Theaters

 

Emma, 17 Jahre alt, liebt Alyssa. Na und? Homosexuelle Beziehungen sind heutzutage kein Problem mehr. Nicht so in einer Kleinstadt im amerikanischen Bundesstaat Indiana. Dort ist man – vorsichtig ausgedrückt – sehr konservativ. Und als Emma mit ihrer Freundin als Paar zum Abschlussball ihrer Schule gehen möchte, führt das zum Skandal. Dies ist die eine Geschichte im Musical „The Prom“.
Die zweite dreht sich um zwei erfolgsverwöhnte Stars vom Broadway, die nach einem schweren Karriereknick ihr Image durch ein werbewirksames Hilfsprojekt wieder aufpolieren wollen. Dabei
stoßen sie auf Emma. 2016 wurde das Musical „The Prom“ von Bob Martin und Cad Beguelin am
Broadway uraufgeführt, 2020 machte Netfl ix daraus einen Film mit Meryl Streep und Nicole Kidman.
Im First Stage Theater inszeniert es jetzt der junge Regisseur Felix Löwy.

 

„Es wird immer mehr Thema in unserer Gesellschaft, dass jeder sein kann, was er sein möchte, und
nicht was ihm vorgegeben ist“, sagt Löwy. „Das fi nde ich sehr wichtig. Das ist eine tolle Message in dem Stück. Gleichzeitig ist es aber auch einfach eine unfassbar lustige Geschichte mit witzigen Dialogen. Diese alternden Broadwaystars sind völlig überzeichnete Charaktere. Ich fi nde es spannend, ein ernstes
Thema mit einem so überzeichneten Humor zu umrahmen.“ Das eher selbstsüchtige Projekt, mit dem die Broadway-Promis Emma
zu Hilfe eilen, wird zur Satire über das Showgeschäft. Dem steht die Auseinandersetzung mit dem Thema Diversität und Offenheit in der
Gesellschaft gegenüber. „Zwei Welten prallen da aufeinander. Dadurch entsteht Reibung. Und als Regisseur macht es mich neugierig,
was ich aus so einer Reibung gestalten kann.“

 

Das Vorbild des Films mit der prominenten Besetzung macht ihm keine Sorgen. „Auf der Bühne haben wir ganz andere Möglichkeiten, weil
man mit der Reaktionsfähigkeit des Publikums spielen kann. Ich will ja keine Kopie von einem Film herstellen, sondern wir machen eine Bühnenfassung von einer tollen Geschichte. Ich möchte Geschichten erzählen, die eine Message haben oder einfach nur die Leute zum
Lachen bringen. Dies verbindet beides.“

 

„The Prom“ – das ist die amerikanische Bezeichnung für den Schulabschlussball – ist das fünfte Musical, das Felix Löwy am First Stage
inszeniert. Das Theater wurde 2013 gegründet, um den Schülern der Stage School für Tanz, Gesang und Schauspiel eine erste Auftritts-möglichkeit zu bieten. „Jeder aus der Abschlussklasse kann sich beim Casting um eine Rolle bewerben“, erklärt der Regisseur.
„Es sind immer wieder große Talente darunter.“ Die Rollen der Broadway-Stars musste er diesmal allerdings mit etwas älteren Darstellern
von außerhalb besetzen. Als Choreograph gehört Phil Kempter zu seinem Produktionsteam, der auch an der Stage School unterrichtet.
Eine vierköpfige Band sorgt für Live-Musik.

 

Theater gehörte schon zu Felix Löwys Leben, als er noch ein Kind war. In Stuttgart wurde er geboren. Mit fünf Jahren stand er zum ersten Mal
auf einer Amateur-Theaterbühne, ein paar Jahre später bekam er in der Disney-Produktion „Die Schöne und das Biest“ eine Kinderrolle. Noch mehr als das Spiel begeisterte ihn aber die Musik. Mit elf Jahren dirigierte er zum ersten Mal ein Orchester und begann zu komponieren. Filmkomposition und Sounddesign gehörten zu seinen Studienfächern an der Filmakademie Baden-Württemberg. „Ich hatte den großen Vorteil, dass ich tolle Menschen um mich rum hatte, die immer bereit waren, mir etwas beizubringen, wenn ich danach fragte“, erklärt Löwy.

 

Sein erstes Engagement in Hamburg bekam er als Dirigent imOperettenhaus. Und seit gut zwei Jahren gehört er zum Sound-Team des
Harry-Potter-Musicals. Das ist und war besonders in der Corona-Zeit für ihn ein sicherer Hafen. Mit seinen 31 Jahren ist er in dem Alter, in
dem andere noch große Karriereträume haben. Nicht so der glückliche Felix. Für ihn stehen Haus, Familie, Kinder, Gesundheit ganz oben an.
„Das klingt kitschig, aber so ist es eben“, gibt er zu. Das meiste davon hat er erreicht: Er wohnt mit seiner Frau und den drei Jahre alten
Zwillingen in Norderstedt und hat einen Beruf, der ihm Freude macht.

 

Besonders bei der Arbeit mit den jungen Musical-Darstellern: „Da ist so viel Spielfreude, so viel frische Energie. Das zu erleben, ist cool.
Dafür bin ich sehr dankbar.“

 

Brigitte Ehrich

 

Karten für "The Prom" finden Sie im Ticketshop

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