Stephan Benson und Christian Nickel © Jo Jacobs
Stephan Benson und Christian Nickel © Jo Jacobs

Theaterpreise 2020

In diesem Jahr müssen in der Kulturbranche große Herausforderungen bewältigt werden und eigentlich kann gar nichts so vonstattengehen,
wie es ursprünglich geplant war. Es ist daher eine große Freude und stimmt optimistisch, dass die jährlichen Auszeichnungen für besondere
künstlerische Leistungen auf und hinter der Bühne trotzdem vergeben werden – wenn auch nicht vor Live-Publikum im Theatersaal. Ein weiteres,
sehr beeindruckendes Zeichen für die Energie und Leidenschaft, die unsere großartigen Hamburger Bühnen schon in „normalen“ Zeiten auszeichnet und die jetzt umso mehr zum Tragen kommen!
Deshalb möchten wir von inkultur an dieser Stelle einen besonderen Dank an Euch, die Hamburger Theater, die Oper, die Orchester und Chöre
schicken. Haltet durch – wir alle brauchen Euch!

 

Der Boy-Gobert-Preis 2020 der Körber-Stiftung geht an die Schauspielerin Josefine Israel, die seit der Spielzeit 2015/2016 Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ist. Die 29-Jährige beeindruckte die Jury durch ihre Darstellung unter anderem in „Der zerbrochne Krug“, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ und „Anatomie eines Suizids“. „Josefine Israel versteht es, sowohl im Solomoment als auch im musikalischen Gefüge des Ensemblespiels ihr kraftvolles Spiel zu entfalten, das dabei stets auch die Zerbrechlichkeit ihrer Figuren – also von uns allen – durchscheinen lässt“, begründet die Jury unter dem Vorsitz des Schauspielers Burghart Klaußner ihre Entscheidung.
Seit 1981 wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis jährlich an junge, herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler an Hamburger
Bühnen vergeben, um sie am Anfang ihrer Laufbahn zu unterstützen.

 

Mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Schauspiel“ wurde Ewelina Marciniak ausgezeichnet. Die polnische Regisseurin hat den Roman „Der Boxer“ von Szczepan Twardoch im Thalia Gaußstraße auf die Bühne gebracht. Ihr gelingt dabei das Kunststück, Gewalt und Hass als universelle Mächte darzustellen – und dabei ganz ohne Gewaltdarstellungen auszukommen. Der Deutsche Theaterpreis DER
FAUST ist ein Preis der Theater und ihrer Träger für ihre Künstlerinnen und Künstler. Er wird seit 2006 vom Deutschen Bühnenverein in Kooperation mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in verschiedenen Kategorien vergeben und ist nicht dotiert. Eine fünfköpfige Jury entscheidet über die Vergabe. Die Theater dürfen dabei selbstverständlich
keine eigenen Produktionen für die Preisvergabe vorschlagen.


Der Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares wird an Theaterschaffende verliehen, die in ihrer Verschiedenartigkeit die gesamte Bandbreite der Hamburger Theaterlandschaft abbilden. Acht einzelne Preise gehen dieses Jahr an elf Theaterschaffende, der Sonderpreis nicht – wie üblich – an eine Einzelperson, sondern an alle Theater Hamburgs, die in der schwierigen Zeit der Schließung ihr künstlerisches Material per Streaming zur Verfügung gestellt haben. Die Gewinner in der Kategorie Beste/r Darsteller/in sind: Ute Hannig als Ora in „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg, Freja Sandkamm als Violetta in Verdis „La Traviata“ am Opernloft, Maria Hartmann als Fran in „Dinge, die ich sicher weiß“ am Ernst Deutsch Theater. Barbara Auer und Johann von Bülow erhalten den Preis gemeinsam für ihre Darstellung im Stück „Heilig Abend“ am St. Pauli Theater genauso wie Stephan Benson und Christian Nickel für ihre Rollen als ungleiches Brüderpaar in „Bruder Norman“ im Polittbüro. Sebastian Zimmler wird für seine Rolle des Jakub Shapiro in „Der Boxer“ am Thalia in der Gaußstraße ausgezeichnet.
In der Kategorie Beste Regie/Dramaturgie geht der Preis an Clemens Mädge (Dramaturgie) und Kathrin Mayr (Regie) für ihre Arbeit „Fabian oder der Gang vor die Hunde“ im monsun.theater, und in der Kategorie Herausragende Bühne wird Zita Schnábel für ihre Kreation zu Kafkas „Das Schloss“ geehrt.


Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger!

 

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