Schauspiel nach dem Gedicht von Inger Christensen
Regie: Thom Luz
Mit Alberta von Poelnitz, Ilse Ritter, Julia Wieninger; Musiker: Stephan Krause, Ling Zhang, Peter Conradin Zumthor
Das magische Welt-Gedicht „alphabet“ der dänischen Dichterin Inger Christensen gilt als eine der innovativsten und bedeutendsten Dichtungen des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Der Schweizer Theaterkünstler Thom Luz verwandelt es in ein musikalisches Bühnenkunstwerk, ein von Musik durchdrungenes, poetisches Klangbild mit magisch schönen Theaterbildern.
Um sich in einer Schaffenskrise wieder ins Lot zu bringen, legt die studierte Naturwissenschaftlerin Christensen eine alphabetisch sortierte Aufzählung von Alltäglichem des Lebens an: Aprikosenbäume, Brombeeren, Chromstahl, Dunst, Dioxin usw. Die Zeilenanzahl der Wortfolge entsteht nach der sog. „Fibonacci-Sequenz“, einer Zahlenfolge abgebildet in Mustern der Natur, die sich immer als die Summe der letzen beiden Zahlen fortschreibt: 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55... Christensen fragt sich dabei, wie der Mensch in dieses Ordnungssystem hineinpasst.
Hamburg.Baroque, Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg
Cembalo und Leitung: Hansjörg Albrecht
Georg Friedrich Händels Oratorium „Israel in Egypt“ (1738) gehört zu seinen ungewöhnlichsten Werken, weil der Chor hier eine besonders dominante Rolle übernimmt und die Handlung fast durchgehend trägt. In großen Chorszenen und eindrucksvollen Klangbildern entfaltet Händel die biblische Geschichte. Heute gehört dieses Werk zu den meistgespielten Oratorien.
Georg Friedrich Händel: Israel in Egypt / Oratorium in drei Teilen für Soli, Chor und Orchester HWV 54
Schauspiel nach dem Roman „Hier kocht der Chef!“ von Dave Freeman in einer Bearbeitung von Anke Kell; Plattdeutsch: Christiane Ehlers & Cornelia Ehlers
Inszenierung: Pascal Breuer
Mit Robert Eder, Colin Hausberg, Flavio Kiener, Beate Kiupel, Rabea Lübbe, Meike Meiners, Laura Uhlig
Eine rasante Komödie mit allerlei Täuschungs- und Überraschungsmanövern, in der jede Figur zunehmend den Überblick verliert.
Ein junges Paar hat sich einen Traum erfüllt – ein Bio-Hotel auf dem Lande, wo gestresste, übersättigte Großstädter entschlacken können. Der Haken an der Sache: Bezahlt wurde das Ganze mit dem Geld der Lebensversicherung des verstorbenen Ehemannes der Hotelchefin. Kurz verwitwet heiratet sie erneut – den Sachbearbeiter jener Lebensversicherung... Als dann der totgeglaubte erste Ehemann auftaucht, kommt es zu ungeahnten Turbulenzen im schönen neuen Wellness-Leben.
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Inszenierung: David Bösch; Musikalische Leitung: Keren Kagarlitsky
Das Singspiel von 1782, eine der berühmtesten sogenannten „Türkenopern“, ist eine schwungvolle orientalische Fantasie. Sie thematisiert hochaktuell die kulturellen Konflikte zwischen Orient und Okzident – ein Plädoyer Mozarts für eine friedliche Koexistenz der Kulturen.
Konstanze, ihre Zofe Blonde und Pedrillo sind Gefangene des Bassa Selim am osmanischen Hof in Istanbul. Belmonte, der Bräutigam Konstanzes, plant, sie heimlich zu befreien, doch die nächtliche Aktion wird entdeckt. Aber alles wendet sich zum Guten, denn Bassa Selim will den Christen seine Humanität beweisen.
Komödie von Peter Jordan; Regie: Peter Jordan und Leonhard Koppelmann
Mit Boris Aljinovic, Tonio Arango, Anika Baumann, Samson Fischer
Ein höllisch lustiger Trip zwischen „Tanz der Vampire“ und „Rocky Horror Picture Show“, zwischen Blutsauger-Farce und politischem Albtraum, voll schwarzem Humor, Chaos, überraschender Wendungen. „Dracula“ – bissig, wild, aktuell und politisch. Und garantiert nicht so, wie Sie erwarten.
Die Welt ist im Eimer – und Dracula auch. Der legendäre Fürst der Finsternis hat Burnout, sein Diener ist jetzt Veganer und das Blut der Lebenden schmeckt zunehmend nach Glyphosat. Die ewige Jugend? Sowieso Fake-News! 750 Jahre Ewigkeit machen eben auch hartgesottene Blutsauger blass. In diese Ödnis platzen Nelly und Mark, zwei Digital Natives auf Abenteuertrip. Eigentlich wollten sie nur Rumänien erkunden – doch trotz Google Maps landen sie ausgerechnet im Schloss von Dracula. In dessen Kellerverlies hausen die widerlichsten Diktatoren der Geschichte, für immer verwahrt, wie radioaktiver Abfall. Und die eigentliche Frage lautet nicht: Gibt es Dracula noch? Sondern: Ist das Böse zurück? Wer sitzt heute im Oval Office? Ist die Hölle umgezogen?
Schauspiel von Joanna Murray-Smith
Mit Gesine Cukrowski u. a.
Eine bissige Gesellschaftskomödie über die komplexen Dynamiken moderner Beziehungen und Freundschaften.
Tess, Curtis, Bonnie und Annie wollen bei einem gemeinsamen Abendessen den Hochzeitstag von Tess und Curtis feiern. Für die anderen wirkt das Paar wie ein stabiles, harmonisches Beispiel für eine lange Ehe – bis die beiden ihre Trennungsabsichten verkünden. Diese Nachricht hat nicht nur Konsequenzen für das Ex-Ehepaar, sondern auch für die Freundschaft der vier. Die Diskussionen werden persönlicher, ehrlicher – und verletzender. Die Trennung des „Traumpaars“ lässt die bis dahin stabile soziale Ordnung des Vierergespanns zerbrechen und auch Bonnie und Annie ihre Beziehungen und ihre Verhaltensmuster hinterfragen.