Kabarettfest bei Alma Hoppe
Unruhe in der Welt, Politik in
der Krise, gesellschaftliche
Probleme und Diskussionen
über „work-life-balance“ oder Renten –
zurzeit gibt es reichlich Ansatzpunkte
für scharfzüngige, musikalische oder
komödiantische Kleinkünstler, Satiriker
und Comedians. Das Kabarettfest
bei Alma Hoppe vom 28. März bis
30. April bietet Platz für alle Facetten.
Nach der Gala zum 32. Geburtstag des
Lustspielhauses stehen altbekannte
Gäste wie das streitlustige Duo Ehnert
& Ehnert, der Parodist Reiner Kröhnert,
die vielseitigen „Pudelmützen“
Ulan & Bator oder die improvisierlustige
Katie Freudenschuss auf dem
Programm der Hamburger Bühne,
dazu kommt eine Reihe von neuen
Highlights.
Jan-Peter Petersen, der Mitbegründer
von Alma Hoppe, ist natürlich auch
dabei. Sein neues Solo soll „streng
gemein“ sein und verspricht ziemlich
wetterwendische Satire und Spaß zwischen
„Meinungshagel, Empörungsgewitter
und amtlichen Windhosen“ (17.
– 19.04.).
Kein Wunder, wenn bei so stürmischer
Welt-Wetterlage der „Optimismus
– jetzt stark reduziert“ ist, wie der
Songwriter Michael Krebs es empfindet.
Warum denken bei Problemzonen
alle an „Bauch, Beine, Po und nicht ans
Gehirn?“, fragt er in seinen mit Ironie
gespickten Songs, die er mit Charme
und Schlagfertigkeit am Klavier zum Besten
gibt (13.04.).
Konrad Beikircher kündigt
nach 47 Jahren auf
der Kabarettbühne seinen
Abschied an: „Arrivederci“.
Der Musiker und Autor
stammt aus Südtirol, hatte
sich aber zur Aufgabe
gemacht, das Wesen des
„Kölschen Menschen“ mit
Humor zu ergründen,
„damit auch Nicht-Rheinländer
die Chance haben
zu begreifen, was für ein
besonderes Universum
das Rheinische ist“.
Dafür
wurde er mehrfach ausgezeichnet
(09.04.).
Während Beikircher „Das letzte Programm“
präsentiert, steht Jonas Greiner
erst am Anfang seiner Karriere.
Der 28-jährige
Stand-up-Comedian hat
in den sozialen Medien bereits Millionen
Fans und gilt mit seinen frechen
Alltagsbeobachtungen als vielversprechender
Nachwuchs. Der Größte ist er
schon jetzt: Er misst 2,07 Meter. Bei
Alma Hoppe ist er nun auch live zu
erleben (26.04.).
Der Österreicher Alfred Dorfer begann
seine Karriere zwar als Schauspieler,
entschied sich dann aber doch
für’s Kabarett, wobei
er mit starken
schauspielerischen Qualitäten gern in
die verschiedensten Rollen schlüpft,
wie etwa Großmutter, Wirt oder Bär,
und dabei mit Figuren, Zeitebenen und Erzählungen jongliert. „Gleich“
ist ein Stück voller skurriler Momente
und philosophischer Gedanken über
unsere Gesellschaft, in dem sich Realität
und Fantasie verwischen und nicht
nur zum Lachen, sondern auch zum
Nachdenken anregen (30.03.).
Lustig optimistisch, überraschend
bunt und interaktiv hingegen soll es
werden, wenn René Steinberg „Radikale
Spaßmaßnahmen“
unter die Lupe
nimmt. Ob im alltäglichen Miteinander
oder in der Politik – Spaß muss sein
und Schluss mit der Meckerei! Er will
„die Welt ein bisschen besser lachen!“
Und das könnte gut als Motto für alle
Kabarettisten gelten (30.04.).
Karten für das Konzert finden Sie im Ticketshop