Magazin Nr. 3, November 2026
Hier geht es zum aktuellen Magazin
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auch im November können wir uns wieder auf eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Premieren freuen. Leichte Muse und Nachdenklich-Kritisches existieren dabei friedlich nebeneinander. Und so sollte es auch bleiben, was meinen Sie? Betrachtet man die Ergebnisse der letzten Wahlen in Deutschland, kann einem jedoch durchaus beklommen zumute werden. Was passiert, wenn selbsternannte Kulturwächter bestimmen, was auf den Bühnen gespielt und im Film gezeigt werden darf, zeigt das Stück „Stahltier“ in den Kammerspielen. Es führt eindrücklich vor Augen, wie leicht und beinahe unmerklich Künstler und Gesellschaft korrumpiert werden können. Das Stück setzt sich mit dem Leben und Werk der Schauspielerin und Regisseurin Leni Riefenstahl auseinander, deren Verstrickung mit dem NS-Regime ihre Karriere beförderte. Hochinteressant, erschreckend und großartig besetzt!
Auch der Dichter Joachim Ringelnatz – vielen sicher gut bekannt – blieb trotz seines Ruhms und seiner großen Beliebtheit in den 1930er-Jahren nicht von der Zensur verschont. Er wurde mit einem Auftrittsverbot belegt, seine Werke fielen den Bücherverbrennungen zum Opfer. Umso mehr freut es mich, dass im Ernst Barlach Haus nun eine weniger bekannte Seite dieses ungemein vielseitigen Künstlers gezeigt und damit gewürdigt wird: Lernen Sie den wunderbaren Maler Ringelnatz kennen. Mehr dazu lesen Sie auf unseren Ausstellungsseiten.
Wie Sie wissen, ist die Förderung und Vermittlung von Kultur seit jeher unser zentrales Anliegen. Von Anfang an haben wir uns dabei für die Freiheit der Kunst eingesetzt und werden dies auch weiterhin konsequent tun. Dafür braucht es aber eine starke Gemeinschaft und engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Wäre das nicht auch etwas für Sie? Wie Sie bei inkultur aktiv werden können, erfahren Sie auf Seite 10. Streiten Sie mit uns für die Kunst – wir freuen uns auf Sie! Damit Sie sich ein noch besseres Bild von inkultur machen können, stellen wir Ihnen ab dieser Ausgabe in einer kleinen Serie unser Team vor. Lernen Sie uns „Inkulturistinnen und Inkulturisten“ näher kennen.
Und kommen Sie gut durch den trüben November und erhellen Sie sich die langen Nächte mit einem Theater- oder Konzertbesuch! Das hilft immer.
Herzlichst Ihr
Fredrik Schwenk
Vorsitzender des Vorstandes