Die Eutiner Seebühne © Eutiner Festspiele - Christoph Knorr
Die Eutiner Seebühne © Eutiner Festspiele - Christoph Knorr

Eutiner Festspiele

Vorläufiges Aus für ein traditionsreiches Festival

 

Das allgemeine Entsetzen war
 groß, als Mitte Januar eine 
Meldung durch die Presse
 ging, dass die Eutiner Festspiele abgesagt
 werden. Schon seit 1951 findet 
dieses beliebte Musikereignis statt, mit
 stetig wachsendem Erfolg.
 

 

Als erste Aufführung kam damals
 die Oper „Der Freischütz“ auf die Bühne,
 komponiert vom berühmtesten
 Sohn der Stadt, Carl Maria von Weber 
(1786 – 1826). Erst 2024 war nach anderthalbjähriger
 Bauzeit endlich eine 
neue Zuschauertribüne eingeweiht,
 waren Seebühne

und Orchestergraben
 vergrößert worden. 2025 konnten die 
Festspiele zudem einen Rekord vermelden:
 65.000 Besucher kamen ins 
idyllische Örtchen in der Holsteinischen 
Schweiz.
 

 

Gleichzeitig machten sich im Hintergrund
 erste organisatorische Schwierigkeiten 
bemerkbar, schließlich zog der ehrenamtliche (!) Geschäftsführer 
Falk Herzog die Reißleine und sagte
 die Spiele ab. Und wie so oft wiesen 
sich die Beteiligten gegenseitig die
 Verantwortung für das Scheitern zu:
 die Geschäftsführung sei überfordert
 gewesen, die Behörden hätten nicht 
helfen wollen und dergleichen mehr.
 Inzwischen ist aber zum Glück klar,
 dass alle Parteien gesprächsbereit und
 willens sind, die Festspiele zu retten. Zurzeit wird ganz konkret die Möglichkeit
 diskutiert, eine gemeinnützige
 GmbH zu gründen, die als Tochtergesellschaft
 der Stadt

Eutin die Festspiele
 ab Sommer 2027 ausrichten könnte.
 Unklar ist offenbar noch die Finanzierung, 
dazu will die Stadtverwaltung 


nun ein Konzept erarbeiten. Eine
 Lösung scheint also in greifbare Nähe
 zu rücken. Wir hoffen das Beste und
 werden berichten.