Schauspiel nach dem Roman von Jarka Kubsova; Dramatisierung: Hannah Zufall; Regie: Jorinde Dröse
Mit Bernd Grawert, Cathérine Seifert, Cino Djavid, Edda Maack, Florence Adjidome, Gabriela Maria Schmeide, Ida Porath, Maike Knirsch, Nellie Fischer-Benson, Torben Kessler
Was geschieht, wenn ein uralter Schatten auf das eigene Leben fällt? Über die schicksalhafte Verbindung zweier Frauenleben in Ochsenwerder.
Der Umzug aus der Hamburger Stadtwohnung aufs Land sollte für ihre Familie der Beginn eines neuen Lebensabschnitts sein. Ihr Mann kommt mit der Veränderung gut zurecht, doch Britta kann sich nicht einleben. Da stößt sie auf den Namen Abelke Bleken. Fast 500 Jahre trennen sie von der Frau, die sich hier gegen Sturmfluten ebenso auflehnte wie gegen die Missgunst der Dorfgesellschaft. Während Britta ihren Spuren folgt, verweben sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem Netz aus Abhängigkeit und Freiheit.
Eine Komödie auf Platt- und Hochdeutsch nach dem Film „Wir sind die Neuen“ von Ralf Westhoff
Inszenierung: Nora Schumacher
Mit Konstantin Graudus, Flavio Kiener, Birte Kretschmer, Nele Larsen, Ole Schloßhauer, Lara-Maria Wichels
Das wunderbare urkomische Zwei-Generationenstück voller Leichtigkeit, Humor und Lebensklugheit, erzählt von Konflikten und bereichernden Beziehungen zwischen den Menschen zweier Wohngemeinschaften: einer Studenten-WG oben und der Senioren-WG darunter.
Voller Tatendrang starten die drei Alt-68er, Anne, Johannes und Eddi, in ihr neues WG-Leben. Aber die Studierenden in der Wohnung über ihnen entpuppen sich als fürchterlich spießig: Sie verbitten sich Lärmbelästigung, pochen auf die Hausordnung und machen unverblümt deutlich, dass ihrerseits nicht mit „Senior*innenhilfe im Alltag“ zu rechnen sei... Doch schon bald stellt sich die Frage: Wer muss hier eigentlich wem unter die Arme greifen?
Operette von Franz Lehár
Musikalische Leitung und Bearbeitung: Ettore Prandi
Franz Lehárs berühmtestes Werk gilt als eine der erfolgreichsten Operetten aller Zeiten. Sie ist ein Stück über den ewigen Geschlechterkampf zwischen Mann und Frau, über verpasste Chancen und verletzte Eitelkeiten. Ihre große Popularität verdankt sie auch der Fülle von Ohrwürmern wie „Da geh’ ich zu Maxim“, „Lippen schweigen“ oder dem „Vilja-Lied“.
Um die leeren Kassen des Operetten-Staats „Pontevedro“ zu sanieren, veranstaltet der Gesandte Baron Zeta in Paris ein rauschendes Fest – mit einem Hintergedanken: Der drohende Staatsbankrott soll durch eine Heirat der millionenschweren Witwe Hanna Glawari und einem Landsmann abgewendet werden. Heiratskandidat ist der lebenslustige Graf Danilo Danilowitsch, dem allerdings ein etwas zweifelhafter Ruf vorauseilt. Erst nach zahlreichen Wirrungen und abenteuerlichen Missverständnissen findet das Paar schließlich zueinander.
Krimi-Komödie von Franck Duarte
Regie: Harald Weiler
Mit Jan Sosniok, Brigitte Zeh u. a.
Franck Duartes rasante Komödie im New York der Fünfzigerjahre ist ein Genre-Mix vom Feinsten: „Mad Men„ meets „Desperate Housewives“ meets Krimi-Komödie. Duarte blickt hier liebevoll-ironisch auf diese Zeit in Amerika zurück und ist dabei allerlei Geheimnissen und Betrügereien, und vor allem alten Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Konventionen auf der Spur.
Jenny ist Hausfrau, begeistert sich für Fertiggerichte, Haushaltsgeräte und Amerika und ist mit dem Chefredakteur einer einflussreichen Zeitung verheiratet. Seit einiger Zeit hat sie eine heimliche Affäre mit einem Angestellten ihres Mannes. Heute Abend soll eben dieser Geliebte – im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens – endlich ihren Ehemann ermorden. Aber Jennys Mann bringt unangekündigt seine neue, junge Sekretärin mit nach Hause und so gestaltet sich der Mord unerwartet kompliziert. Aber nicht nur Jenny hat einen ganzen Stapel Leichen im Keller...
Drei Meisterwerke - zwei Jahrhunderte - eine Narration
von Robert Schumann, Béla Bartók und Alexander Zemlinsky, in deutscher und ungarischer Sprache; Inszenierung: Tobias Kratzer; Musikalische Leitung: Karina Canellakis
Eine Verbindung dreier stilistisch kontrastierender Werke, bei denen Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ auf den szenischen Prolog von Schumanns „Frauenliebe und –leben“ folgt und Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ den Abschluss bildet. Dabei werden aus den vermeintlichen Einzelschicksalen Panoramen von Sitte und Moral unserer Vergangenheit und Gegenwart. Begehren die Menschen in allen Zeiten gleich? Wo liegen Unterschiede? Als Solistinnen werden unter anderem Kate Lindsey, Annette Dasch, Marlis Petersen sowie Elsa Dreisig zu erleben sein. Die musikalische Leitung übernimmt die international gefeierte Dirigentin Karina Canellakis.
FRAUENLIEBE UND LEBEN
Robert Schumann: Acht Lieder für Singstimme und Klavier op. 42 (1840)
Libretto: Adelbert von Chamisso
Kate Lindsey (Sängerin), Èric le Sage (Pianist)
HERZOG BLAUBARTS BURG
Oper in einem Akt (1918) von Béla Bartók
Libretto: Béla Balázs
Johan Reuter (Blaubart), Annika Schlicht (Judith)
EINE FLORENTINISCHE TRAGÖDIE
Oper in einem Akt (1917) von Alexander Zemlinsky
Libretto: Alexander Zemlinsky nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung in der Übersetzung von Max Meyerfeld
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Johan Reuter (Simone), Ambur Braid (Bianca), Thomas Blondelle (Guido)
Schauspiel nach dem Roman von Joachim Meyerhoff
„Man kann auch in die Höhe fallen” ist bereits die vierte Buchadaption nach den autobiografischen Romanen vom Besteller-Autor und Schauspieler Joachim Meyerhoff: Ein Stück über eine Mutter-Sohn-Beziehung, über Aufstieg, Absturz und die Suche nach dem Glück – voller Witz, Tiefgang und großen Emotionen.
Nach seinem Schlaganfall und dem missglückten Neustart in Berlin steht Joachim Meyerhoff erneut vor den Scherben seines Lebens. Um seiner Krise zu entkommen und sich wieder der künstlerischen Arbeit als Autor zu widmen, zieht Meyerhoff kurzerhand zu seiner über 80-jährigen Mutter aufs Land. Die Begleitung der vitalen älteren Dame hebt die Beziehung zwischen Mutter und Sohn auf eine neue Ebene und führt in herzerwärmenden Anekdoten Meyerhoff und sein Publikum heraus aus Zorn und Krisen.