Schauspiel nach dem Gedicht von Inger Christensen
Regie: Thom Luz
Mit Alberta von Poelnitz, Ilse Ritter, Julia Wieninger; Musiker: Stephan Krause, Ling Zhang, Peter Conradin Zumthor
Das magische Welt-Gedicht „alphabet“ der dänischen Dichterin Inger Christensen gilt als eine der innovativsten und bedeutendsten Dichtungen des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Der Schweizer Theaterkünstler Thom Luz verwandelt es in ein musikalisches Bühnenkunstwerk, ein von Musik durchdrungenes, poetisches Klangbild mit magisch schönen Theaterbildern.
Um sich in einer Schaffenskrise wieder ins Lot zu bringen, legt die studierte Naturwissenschaftlerin Christensen eine alphabetisch sortierte Aufzählung von Alltäglichem des Lebens an: Aprikosenbäume, Brombeeren, Chromstahl, Dunst, Dioxin usw. Die Zeilenanzahl der Wortfolge entsteht nach der sog. „Fibonacci-Sequenz“, einer Zahlenfolge abgebildet in Mustern der Natur, die sich immer als die Summe der letzen beiden Zahlen fortschreibt: 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55... Christensen fragt sich dabei, wie der Mensch in dieses Ordnungssystem hineinpasst.
Nach dem Film von Peter Weir. Deutsche Fassung von „Dead Poets Society“ von Tom Schulman nach dem Roman von Nancy H. Kleinbaum
Mit Tobias Dürr, Ben Daniel Jöhnk, Daniel Elias Klein, Tobias Gebhard, Johan Richter, Bendix Schröder und Celio-Silvestre Tamele
Die äußerst streng umgesetzten Leitideen des Welton-Internats – Tradition, Ehre, Disziplin und Leistung – sollen die Schüler zu beruflichem Erfolg führen und zur kommenden Elite machen. Ein Erfolgskonzept, das bislang aufging. Nur Lehrer Keating durchbricht dieses Muster. Er will seine Schüler zu eigenständigen Menschen machen und ermutigt sie, ihre persönliche Ausdrucksform zu finden. So ist ein Konflikt mit der konservativen Schulleitung vorprogrammiert.
Musiktheaterprojekt von Christopher Rüping, Omer Meir Wellber und Malte Ubenauf, in deutscher und lateinischer Sprache zur Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Inszenierung: Christopher Rüping; Musikalische Leitung: Tohar Gil
So haben Sie Mozart noch nie gehört: Weniger Bekanntes vom allbekannten Tausendsassa! GMD der Hamburger Staatsoper, Omer Meir Wellber, und Regisseur Christopher Rüping tun sich zusammen, um seine Musik gemeinsam neu zu entdecken.
Welche Bedeutung hat die Musik Mozarts als zeitloses Kulturgut für uns? Was löst Mozarts Musik in uns aus? Wie reagiert der Mensch auf unerwartete Bedrohungen und Chancen – und auf die Stille des Universums?
Nach „Blood Brothers“ (deutsch „Blutsbrüder“), dem Original-Musical von Willy Russell, das über Jahrzehnte ein Dauerbrenner am Londoner West End war. Nun kommt es auf die Bühne des Ohnsorg Theaters mit Songs, die ins Ohr gehen, und einer schwungvollen Liveband.
Es ist die tragische Geschichte der Zwillinge Mickey und Edward, die von einander getrennt im Hamburg der 60er Jahre in höchst unterschiedlichen Verhältnissen aufwachsen und nichts von der Existenz des jeweils anderen wissen. Per Zufall lernen sie sich kennen und schließen Blutsbrüderschaft. Nichts kann sie auseinander bringen, wäre da nicht die soziale Ungleichheit, die ihre Lebenswege prägt und der schicksalhafte Pakt, den ihre Mütter einst geschlossen haben...
Nessi Tausendschön (Vocals, Singende Säge, Ukulele)
William Mackenzie (Gitarre, Banjo, Slide, Drums)
Was tut die Menschheit seit der Corona-Krise? Es ist offensichtlich, wie verletzlich wir seitdem sind und wie sehr wir von unseren eigenen Unzulänglichkeiten durchgeschüttelt werden. Aus den grössten Krisen heraus entstehen oftmals die kreativsten Ideen, so sagt man. Aber alle eiern sie herum, und Nessi Tausendschön eiert mit. Sie hat es beim Rumeiern sogar bis zur Perfektion gebracht, niemand eiert so schön und bühnentauglich wie sie. Ihre Themen sind u.a. Verkehrsinseln, unsere Sprache, Gleichberechtigung, die Bepflanzung von Vorgärten und die leidige Politik.
Symphoniker Hamburg; Dirigent: Nicolas Ellis
Glucks Musik zu einem Ballett über einen Gotteslästerer und Verführer ist geprägt von einer bis dato unbekannten dramatischen Wahrhaftigkeit. Haydns Schilderung eines Sturms offenbart uns eine neue emotionale Tiefe in der Symphonie. Und Tschaikowskys innere Kämpfe, umgesetzt in Töne, sprengen die Grenzen der traditionellen Symphonik.
Christoph Willibald Gluck: Suite aus dem Ballett „Don Juan“ (Auszüge)
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 39 g-Moll Hob. I:39 – „Tempesta di mare“
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 – „Pathétique“