Schauspiel von Axel Schneider (Regie)
Dramaturgie: Anja Del Caro; Mitarbeit: Michael Batz
Mit Franz-Joseph Dieken, Markus Feustel, Ingo Meß, Johan Richter u. a.
Ein facettenreiches Stück Hamburger Zeitgeschichte über den Kampf um den Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge im Grindelviertel. 86 Jahre hat es gedauert nach einem langen Weg durch die Institutionen bis zur offiziellen Rückgabe des Carlebach-Platzes an die Jüdische Gemeinde. Vor dem Hintergrund der Familiengeschichte Stein entstehen Szenen, in denen es um nicht ausgezahlte „Entschädigungen“ geht, um verwehrte Rückgaben und um die zynische Kontinuität mancher Beamter.
Nach der Reichspogromnacht 1938 verlassen viele Jüdinnen und Juden Deutschland. Auch der dreizehnjährige Sohn der Familie Stein darf nach Palästina ausreisen. Seine Eltern wird er nie wiedersehen. Nach seiner Zeit in Israel will er in Richtung USA reisen. Doch bei einem Zwischenstopp in Hamburg verliebt er sich und bleibt. Sein Sohn wächst in Hamburg auf, blickt bei jedem Synagogenbesuch auf den gestickten Vorhang mit dem Bild der Bornplatzsynagoge – jenem zerstörten Gotteshaus, das er nie selbst gesehen hat. Für ihn wird es zum Symbol einer Lücke, im Stadtbild, in der Gesellschaft, in seinem Glauben. 1992 brennt die Lübecker Synagoge. Für den Sohn wird das zum Wendepunkt. Der latente Antisemitismus ist nicht verschwunden. Er erkennt: Es muss sich etwas ändern.
Krimi-Klassiker von Edgar Wallace
Regie und Ausstattung: Frank Thannhäuser
Mit Christian Richard Bauer, Marko Formanek, Till Huster, Niclas G. Icewood, Gosta Liptow, Patrick Michel, Iris Schumacher, Sönke Städtler, Eileen Weidel, Jessica Zang, Janis Zaurins, Marina Zimmermann
Ein mysteriöser Mörder, ein düsteres Herrenhaus und eine Wand des Schweigens – eine Welt voller Geheimnisse und grausamer Verbrechen. Der erste Wallace am Imperial Theater - nach 20 Jahren mit frischem Glanz neu inszeniert!
Der Halstuch-Mörder treibt sein Unwesen auf dem englischen „Marks Priory“, einem abgelegenen, düsteren Schloss, das von der stolzen Aristokratin Lady Lebanon und deren Sohn Willie bewohnt wird. Als man den Chauffeur Studd erwürgt vorfindet, tritt Inspektor Tanner von Scotland Yard auf den Plan.
Musiktheater von Robert Wilson, Tom Waits und William S. Burroughs
Regie: Georg Münzel
Mit Niklas Bähnk, Farina Adina Kaiser, Anna Luisa Neumann, Noëlle Ruoss, Emil Schuler, Jascha Schütz, Regina Stötzel, Jacques Ullrich und Dominik Velz
Ein teuflischer Pakt, eine verbotene Liebe und eine Reise in den Wahnsinn – „The Black Rider“ ist ein mitreißendes Musiktheater, das die Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber in eine unheimliche Albtraum- und Klangwelt von Tom Waits verwandelt.
Der junge Wilhelm will seine große Liebe gewinnen, doch dazu muss er ein Meisterschütze werden. Die Lösung scheint greifbar, als der mysteriöse Stelzfuß ihm magische Kugeln verspricht, die niemals ihr Ziel verfehlen. Doch mit jeder Kugel gerät Wilhelm tiefer in einen Strudel aus Sucht, Verzweiflung und Wahnsinn … Mit der einzigartigen Musik von Tom Waits und den skurril-humorvollen Texten von William S. Burroughs wird aus den Inhalten von „Der Freischütz“ eine schaurig-schöne Erzählung über Liebe, Versuchung und den Preis der eigenen Seele.
Oper von Gaetano Donizetti, in italienischer Sprache
Altersempfehlung: ab 15 Jahren / Klasse 10
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Chor der Hamburgischen Staatsoper
Inszenierung: Karin Beier; Musikalische Leitung: Stefano Montanari
Das Königinnen-Drama „Maria Stuarda“ in der Regie von Karin Beier, Intendantin des Deutschen Schauspielhauses, feierte eine beeindruckende Hamburger Erstaufführung. Die Königinnen Elisabeth I. und Maria Stuart begeisterten mit einem „famosen Duell der Koloraturen“ (klassik-begeistert.de). Weitere Stars des Abends: der Chor der Hamburgischen Staatsoper.
Maria und Elisabetta: Zwei Königinnen kämpfen um die Macht und um die Liebe. Zwischen ihnen steht Graf Leicester, Elisabettas Liebhaber, der sich zu Maria hingezogen fühlt. Im Park von Schloss Fotheringhay treffen die beiden Frauen aufeinander – ein Zweikampf der Gefühle, ausgetragen mit den Waffen des Belcanto, Koloraturen auf Messers Schneide. Die Katholikin Maria wird am Ende erhobenen Hauptes das Schafott besteigen, die Protestantin Elisabetta den Thron behalten, doch ihre Liebe verlieren.
Drama von William Shakespeare; Regie: Frank Castorf
Mit Paul Behren, Daniel Hoevels, Jonathan Kempf, Matti Krause, Josef Ostendorf, Alberta von Poelnitz, Linn Reusse, Angelika Richter, Lilith Stangenberg
Shakespeare`s „Hamlet“ ist eine zeitlose Figur, die das Dilemma des modernen Menschen spiegelt: seine verzweifelte Sinnsuche in einer aus den Fugen geratenen Welt. Frank Castorf verfolgt „Hamlet“ bis ins zerfallende Europa der jüngeren Vergangenheit, in die Gegenwart und in die Zukunft hinein.
Hamlets Vater, der rechtmäßige König, ist tot. Auf dem Thron sitzt nun dessen Bruder Claudius, an seiner Seite Hamlets Mutter Gertrud. Dieser führt nun die Staatsgeschäfte, verschärft die politische Rhetorik und rüstet auf. Traumatisiert vom Tod des Vaters und der überstürzten Heirat der Mutter erscheint Hamlet der Geist des toten Vaters, beschuldigt den eigenen Bruder des Giftmords und fordert Hamlet zur Rache auf.
Schauspiel nach dem Roman von Caroline Wahl
Regie: Ayla Yeginer
Mit Peter Albers, Dagmar Bernhard, Nina Carolin, Nayana Heuer, K
Nach Caroline Wahls gefeiertem Debüt „22 Bahnen“ folgt mit „Windstärke 17“ eine aufwühlende, intensive und dabei ungemein tröstliche Geschichte über vermeintliche Schuld und das Verzeihen - sich selbst und den anderen.
Ida flüchtet aus der Kleinstadt – so weit weg wie möglich. Nach dem Tod ihrer Mutter landet sie schließlich auf Rügen, mit nichts als einem Hartschalenkoffer und einer Wut von Windstärke 17 im Bauch. Und ohne Plan B. Dort trifft sie auf Marianne und den örtlichen Kneipenbesitzer Knut, die die Gestrandete bei sich aufnehmen und nicht zu viele Fragen stellen. Stattdessen gibt es Aufbackbrötchen und einen Job in der Kneipe. Und dann ist da auch noch Leif, der ähnlich versehrt ist wie sie. Auf einmal scheint alles ein bisschen leichter...