Neuer Knabenchor Hamburg, Kieler Knabenchor, Chorknaben Uetersen, Lübecker Knabenkantorei, Knabenchor Unser Lieben Frauen Bremen
Fünf norddeutsche Knabenchöre gestalten gemeinsam ein Konzert, das die Vielfalt und Klangkraft dieser traditionsreichen Chorgattung erlebbar macht. Gemeinsam präsentieren sie ein abwechslungsreiches Programm geistlicher und weltlicher Chormusik und setzen damit ein Zeichen für die lebendige Knabenchortradition im Norden. Der Michel wird dabei selbst zum Instrument: Die Sänger musizieren nicht nur vor dem Publikum, sondern von verschiedenen Emporen und Orten des Kirchenraums aus. So entstehen eindrucksvolle Klangerlebnisse, die den gesamten Raum erfüllen und immer neue Perspektiven auf den Chorgesang eröffnen.
Justizsatire von Werner Koczwara
Ein Abend mit großem Humor, starken Pointen und kabarettistischem Tiefgang! Koczwara nimmt den Justizstandort Deutschland auf die Schippe, denn deutsches Recht ist oft auch große Komik. In seinem abgründigen, pointenreichen Programm taucht Koczwara hinab in Rechtsphilosophie und wichtige gesellschaftliche Fragen: ab welchem Geburtstag gibt es keine ernst gemeinten Glückwunschschreiben mehr von der Rentenkasse? Und sind nackte Menschen in der Sauna ein Reisemangel?
Märchenoper von Engelbert Humperdinck in deutscher Sprache
Musikalische Leitung: Markus Poschner; Inszenierung: Anna Bergmann
Chor der Hamburgischen Staatsoper, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg sowie Tänzerinnen und Tänzer der Ballettschule des Hamburg Ballett
Ein animationsgeladenes Spektakel für alle von 8 bis 109 Jahren über Fantasie, Selbstbestimmung und die Kraft neu entdeckter Märchenmusik.
In Anna Bergmanns multimedialer Inszenierung wird die Geschichte von Dornröschen zu einem großen Familienereignis, das Tradition mit Animation verbindet. Ein Plädoyer für Fantastisches, in dem das junge und das alte Dornröschen uns dazu einladen, das Warten auf den erlösenden Prinzen durch einen Aufbruch in die Selbstbestimmtheit zu ersetzen.
Musical von Seirol Davies
Regie: Harald Weiler
Das gefeierte britische Musical erzählt die wahre Geschichte von Henry Cyril Paget, dem 5. Marquess von Anglesey. Statt sein riesiges Erbe zu mehren, inszenierte er schillernde Theaterabende, die er in seinem eigenen kleinen Theater produzierte und in denen er in prachtvollen Kostümen selbst auf der Bühne stand. Nach dem Bankrott und seinem frühen Tod mit 29 Jahren versuchte seine Familie, ihn aus der Geschichte zu tilgen. Doch jetzt kehrt Henry zurück auf die Bühne, um seine Version zu erzählen: in einem funkelnden queeren Musical zwischen Cabaret und Herzschmerz, das voller Witz und großen Songs Fragen zu Identität, Männlichkeit, Freiheit und Mut stellt und einem fast vergessenen Außenseiter seinen Platz im Rampenlicht zurückgibt.
Schauspiel nach dem Roman von Annette Hess
Regie: Jorinde Dröse
Mit Nellie Fischer-Benson, Lisa-Maria Sommerfeld, Julia Nachtmann, Tim Porath, Denis Grafe, Jeremy Mockridge, Sandra Flubacher und Statisten
Mit „Deutsches Haus“ erzählt Jorinde Dröse von der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, die bis heute nicht abgeschlossen ist, von persönlicher Verstrickung – und der Frage, wofür wir uns entscheiden: hinsehen oder weitermachen, als wäre nichts geschehen.
Die junge Dolmetscherin Eva wird kurzfristig zu einem Prozess gerufen, um vom Polnischen ins Deutsche zu übersetzen – über das, was in Auschwitz geschehen ist. Auf der Anklagebank: Männer aus der Mitte der Gesellschaft. Zum ersten Mal hört Eva von dem Unbegreifbaren... Und es steht die Frage im Raum: Haben wir wirklich von all dem nichts gewusst?
Schauspiel von Joanna Murray-Smith
Mit Gesine Cukrowski u. a.
Eine bissige Gesellschaftskomödie über die komplexen Dynamiken moderner Beziehungen und Freundschaften.
Tess, Curtis, Bonnie und Annie wollen bei einem gemeinsamen Abendessen den Hochzeitstag von Tess und Curtis feiern. Für die anderen wirkt das Paar wie ein stabiles, harmonisches Beispiel für eine lange Ehe – bis die beiden ihre Trennungsabsichten verkünden. Diese Nachricht hat nicht nur Konsequenzen für das Ex-Ehepaar, sondern auch für die Freundschaft der vier. Die Diskussionen werden persönlicher, ehrlicher – und verletzender. Die Trennung des „Traumpaars“ lässt die bis dahin stabile soziale Ordnung des Vierergespanns zerbrechen und auch Bonnie und Annie ihre Beziehungen und ihre Verhaltensmuster hinterfragen.