Ballettabend mit Werken von George Balanchine, Angelin Preljocaj, Marcos Morau und Xie Xin
(Altersempfehlung: ab 12 Jahren)
Musikalische Leitung: Katharina Müllner
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Der Ballettabend FAST FORWARD umfasst 90 Jahre Tanzgeschichte. Wie im Zeitraffer präsentiert der vielseitige Abend vier äußerst diverse Tanzstücke: Er fängt mit einem bahnbrechenden Werk des 20. Jahrhunderts an und schließt mit zwei Uraufführungen.
SERENADE
Choreografie: George Balanchine
Musik: Peter Tschaikowsky
Kostüme: Karinska
Licht: Mark Stanley
ANNONCIATION
Choreografie: Angelin Preljocaj
Uraufführung: Ballet Preljocaj (kreiert in einer Residenz am TNDI Châteauvallon, Toulon), Opéra de Lausanne, 26. September 1995
Musik: Stéphane Roy (Crystal Music), Antonio Vivaldi (Magnificat)
Musikalische Interpretation: Ensemble international de Lausanne / Orchestre de Chambre de Lausanne – Michel Corboz (Musik vom Tonträger)
Kostüme: Karinska
Licht: Mark Stanley
TOTENTANZ (Neufassung)
Choreografie: Marcos Morau
Sound Design und originale Musik: Clara Aguilar
Musik: Ghédaila Tazartés, The Bulgarian Voices Angelite, Harry Scott
THE MOON IN THE OCEAN (Uraufführung)
Choreografie: Xie Xin
Musik: Sylvain Wang
Bühnenbild: Hu Yanjun
Kostüme: Li Kun
Licht: Gao Jie
Künstlerischer Koordinator: Liu Zhonglei
George Balanchines „Serenade“ aus dem Jahr 1935 gilt als epochales Werk: Es war das erste Stück, das der russischstämmige Choreograf in seiner neuen Wahlheimat USA kreiert hat, und läutete eine neue Ära in der Tanzgeschichte ein. Balanchine, der als Vater des neoklassischen Balletts gilt, kreierte das ikonische und hochromantische Ballett für 20 Frauen und sechs Männer zur Musik von Peter I. Tschaikowsky.
Sechzig Jahre später kreierte der französische Choreograf Angelin Preljocaj sein bewegendes Pas de Deux „Annonciation“ - inspiriert von der Verkündigung (Lukasevangelium) durch Erzengel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen und ihn gebären werde. Das Pas de deux für zwei Frauen wechselt musikalisch zwischen Antonio Vivaldis „Magnificat“ und den elektronischen Klängen von Stéphane Roy.
Mit den zwei in Auftrag gegebenen Uraufführungen des Katalanen Marcos Morau und der Chinesin Xie Xin, zwei weltweit tätigen Künstlern, die zu einer neuen Generation inspirierender und außergewöhnlicher Choreografinnen und Choreografen gehören, wird die in Hamburg elementare Tradition der Neukreationen weitergeführt.
Der katalanische Choreograf Marcos Morau wurde aktuell von der renommierten Fachzeitschrift TANZ zum zweiten Mal zum „Choreografen des Jahres“ gekürt. Die gemeinsam mit dem Hamburg Ballett erarbeitete Neufassung seines Stückes „Totentanz“ zeigt eine weitere Facette des zeitgenössischen Tanzes. Morau verwebt in seinen kraftvollen, humorvollen, ästhetisch anspruchsvollen und oft traumartigen Werken Bewegung, Bildsprache und Theater zu dichten Szenen. Morau und seine Compagnie La Veronal sind dem Hamburger Publikum bereits bekannt von den vergangenen Hamburger Ballett-Tagen mit dem Stück „Sonoma“.
Der Abend schließt mit der Uraufführung „The Moon in the Ocean“ der chinesischen Choreografin Xie Xin. Die zeitgenössische Choreografin ist bekannt für ihre fließende, äußerst originelle Tanzsprache, deren Motive und Rhythmen einen traumartigen Sog entwickeln und unwiderstehlich in den Bann ziehen. Zusammen mit dem Ensemble des Hamburg Ballett kreiert sie nun ein brandneues Stück und führt den unaufhörlichen Lauf der Tanzgeschichte weiter.
CLICK in: Einführung 45 Minuten vor der Vorstellung im Foyer II. Rang
Wichtiger Hinweis für Busgruppen:
Für Teilnehmer von Busgruppen können bedauerlicherweise keine Ballett-Einführungen angeboten werden. Da nicht jeder an den Einführungen teilnehmen möchte, können die Abfahrzeiten der Busse aus organisatorischen Gründen nur auf den Veranstaltungsbeginn abgestimmt werden.
* * * * *
Bei Wahl-Abo-Buchungen werden zwei Anrechte benötigt und automatisch verbucht.