Martha Argerich und Mischa Maisky © Daniel Dittus
Martha Argerich und Mischa Maisky © Daniel Dittus

Martha Argerich Festival 2026

Das hochkarätige Ereignis findet zum 8. Mal statt

 

Inzwischen sind sie ein eingespieltes
Team und man spürt die
 besondere Vertrautheit: Pianistin
 Martha Argerich und Daniel Kühnel, 
Intendant der Symphoniker Hamburg,
 stellten das Programm für das Martha 
Argerich Festival 2026 vor. Kühnel
 betont, dass es keine Selbstverständlichkeit
 sei, dass dieses Festival jedes
 Jahr wieder stattfindet. Denn Martha Argerich ist weltweit gefragt und viel 
unterwegs, das Ganze bei gleichbleibend
 virtuosem Klavierspiel. Umso
 mehr können sich die Hamburger
 Musikliebhaber und Fans von Martha
 Argerich freuen.
 

 

Wie immer lädt die Künstlerin zu 
ihrem Festival Familie, Freunde und 
Kolleginnen und Kollegen ein, um
 gemeinsam

zu musizieren, und um 
verschiedene Musikstile so zusammenzubringen, wie man es kaum
 erwartet, manchmal

erscheinen die 
Kombinationen geradezu verwegen.
 Tradition hat auch, dass bei diesem 
Festival alle die gleiche (kleine) Gage
 bekommen – egal, ob Superstar oder 
Nachwuchs. Hier läuft in jeder Beziehung
 alles auf Augenhöhe. So versuchen 

alle Beteiligten, die Strukturen 
der Klassikmusikbranche „aufzubrechen“, 
es soll hauptsächlich um die
 Musik gehen, nicht

um Geld. Die Suche
 nach der Wahrheit des Ausdrucks 
kommt im hektischen Musikerleben
 manchmal einfach zu kurz,

Routine 
bestimmt viele Karrieren, auch das soll 
bei diesem Festival anders sein.
 

 

Und alle Gäste kommen offenbar
 sehr gern. Bariton Michael Volle wird
 seine Proben im „heiligen“ Bayreuth
 unterbrechen,

um dabei zu sein. Gleiches
 gilt für Magdalena Kožená, die 
eigentlich in Berlin eingespannt ist,
 aber zum Festival nach

Hamburg reist
 und Schumanns „Dichterliebe“ singen
 wird. Weitere Gäste sind unter anderem
 Maxim Vengerov, Mischa

Maisky,
 Edgar Moreau, Sandrine Piau, Lilya 
Zilberstein und Szymon Nehring.
 

 

Was steht auf dem Programm? Gemeinsam
 mit Maxim Vengerov wird
 Martha Argerich alle zehn Violinsonaten
 von

Beethoven aufführen, voraussichtlich
 verteilt auf fünf Abende.
 Dieses Projekt wollen beide auch 2027
 in der New Yorker

Carnegie Hall präsentieren.
 Zuerst aber in der Laeiszhalle,
 da dürfen wir uns hier in Hamburg
 schon ein bisschen

geschmeichelt
 fühlen. Einige der Sonaten habe sie 
lange nicht gespielt, sagt Argerich, und
 manche seien wirklich sehr

schwierig.
 

 

Beim Festivalauftakt sowie beim 
Abschlusskonzert steht die Begegnung 
zwischen Kammermusik, Symphonik und

neuem Jazz im Mittelpunkt. Eine 
weitere Tradition: Konzerte an ungewöhnlichen
 Orten – der Abend „Lieder
 ohne

Grenzen“ findet im Mojo Club 
auf der Reeperbahn statt. Und wie
 immer, wenn Martha Argerich und 
Daniel Kühnel

zusammenarbeiten,
 gibt es einen Blick über den kulturellen 
Tellerrand, bei dem in diesem Jahr 
Asien im Mittelpunkt

stehen wird.
 An zwei Abenden tritt die japanische
 Theater- und Musiktradition in einen
 Dialog mit Beethoven. Großartig

auch,
 dass der Star der jahrhundertalten chinesischen
 Kunqu-Oper, Zhang Jun, zu 
erleben sein wird. Mehr zu den einzelnen
 Konzertprogrammen erfahren Sie 
im Ticketshop.

 

So wie Martha Argerich glücklich ist, 
wieder im großen Saal der Laeiszhalle
 spielen zu können, der „einen besonderen 


Platz in ihrem Herzen habe“, so
 dankbar ist Daniel Kühnel für dieses 
Festival mit der großartigen Pianistin:
 „Sie stellt sich

mit großer Offenheit
 jeder neuen künstlerischen Idee, die
 wir ihr präsentieren – egal wie verrückt
 diese zunächst erscheint.

Das 
ist ein großes Geschenk für uns und
 an Hamburg“. Zum Ende der Vorstellung
 des Festivalprogramms zitiert
 Daniel

Kühnel Shakespeares Hamlet: 
„Die Zeit ist aus den Fugen“. Aber, so 
Kühnel, durch die Macht der Musik 
können wir alles zusammenhalten. 
Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Karten für das Martha Argerich Festival finden Sie im Ticketshop